Knochenaufbau für Zahnimplantate –
wann ist er nötig?

DDr. Pamela Österreicher
07.09.2025

Knochenaufbau in Hollabrunn: So schaffen wir die perfekte Basis für Ihr Zahnimplantat

Zahnimplantate sind heute eine der hochwertigsten Formen des Zahnersatzes. Doch nicht immer ist der Kieferknochen stabil oder hoch genug, um ein Implantat sicher und dauerhaft zu verankern. In solchen Fällen ist ein Knochenaufbau, medizinisch „Augmentation“ genannt, erforderlich – eine Maßnahme, die in der Praxis von DDr. Pamela Österreicher in Hollabrunn routinemäßig, sicher und präzise durchgeführt wird. Dank moderner chirurgischer Techniken lässt sich auch bei reduziertem Knochenangebot ein stabiles Fundament für Ihre neuen Zähne schaffen.

Wann ist ein Knochenaufbau notwendig?

Nach einem Zahnverlust beginnt der Kieferknochen mit der Zeit, sich zurückzubilden – vor allem, wenn kein natürlicher Kaudruck mehr auf ihn einwirkt. Auch Erkrankungen wie Parodontitis oder chronisch entzündete Zahnwurzeln mit Zystenbildung können dazu führen, dass nicht mehr genügend Knochen für eine Implantation vorhanden ist.

Typische Gründe für einen notwendigen Knochenaufbau:

  • Länger zurückliegender Zahnverlust ohne Ersatz
  • Parodontale Vorerkrankungen
  • Unzureichendes Knochenvolumen im Ober- oder Unterkiefer
  • Anatomische Besonderheiten wie ein tiefliegender Kieferhöhlenboden
  • Unfälle oder Traumata mit Knochenverlust

Ein Implantat braucht ausreichend Knochensubstanz, um stabil und langfristig belastbar zu sein. Die Notwendigkeit für einen Knochenaufbau wird im Rahmen der 3D-Diagnostik – insbesondere mithilfe der digitalen Volumentomographie (DVT) – exakt beurteilt.

Welche Methoden des Knochenaufbaus führen wir in unserer Ordination durch?

Je nach Ausmaß und Lokalisation des Knochendefizits wählt DDr. Pamela Österreicher die passende Methode. Die Verfahren unterscheiden sich hinsichtlich Material, Technik und Zeitpunkt in Bezug zur Implantation:

1. Socket Preservation – Knochenaufbau nach Zahnentfernung

Wenn ein Zahn entfernt wird, bleibt im Kiefer der sogenannte Extraktions­alveole (das „Zahnfach“) zurück. Wird dieser Hohlraum einfach sich selbst überlassen, baut der Körper in den folgenden Monaten oft Knochen ab. Das Zahnfleisch zieht sich zurück, das Knochenvolumen nimmt ab – dadurch wird ein späterer Zahnersatz, zum Beispiel ein Implantat, schwieriger.

Um das zu verhindern, wenden wir die Socket Preservation an: Das leere Zahnfach wird gezielt mit Knochenersatzmaterial, zum Teil vermischt mit Eigenknochen, aufgefüllt. So wird der Knochenabbau verlangsamt und das Gewebe bleibt stabiler.

Wann reicht Knochenersatzmaterial allein aus?

In vielen Fällen genügt es, das Knochenersatzmaterial (meist aufbereitete und sterilisierte mineralische Knochenstruktur xenogenen Ursprungs) direkt in die Alveole einzubringen. Das ist dann möglich, wenn:

  • die Zahnwände noch intakt sind,
  • die Knochenränder stabil und ausreichend dick sind,
  • keine akute Entzündung oder ein besonders großer Knochendefekt vorliegt.

Hier dient das Knochenersatzmaterial als Platzhalter: Es stützt das Gewebe von innen und bildet eine Matrix, in die nach und nach eigene Knochenzellen eingelagert und dadurch sukzessive in Eigenknochen umgewandelt wird. 

Wann ist zusätzlich eine Membran notwendig?

Eine Membran wirkt wie ein „Schutzdeckel“ über dem Knochenersatzmaterial. Dies ist wichtig:

  • wenn eine oder mehrere Knochenwände fehlen (z. B. an der Außenseite des Kiefers),
  • wenn die Stabilität des aufgebauten Knochens nicht gewährleistet ist,
  • wenn das Risiko besteht, dass Weichgewebe in den Defekt einwächst und den Knochenaufbau verhindert.
    Die Membran trennt Weichgewebe und Knochen klar voneinander. So hat der Knochenaufbau die nötige Ruhe, um ungestört ablaufen zu können.

Es gibt selbstauflösende Membranen, die im Laufe des Heilungsverlaufes vom Körper resorbiert werden und synthetische Membranen (zum Teil titanverstärkt), die nach einigen Wochen entfernt werden müssen. 

Nach einen Wochen bis Monaten - je nach Größe des Knochenaufbaues - wird mittels 3D-Röntgen (DVT) der Behandlungserfolg kontrolliert und die Implantation geplant.

2. Sinuslift (Sinusbodenelevation, Anhebung des Kieferhöhlenbodens):

Insbesondere im seitlichen Oberkiefer kann die Kieferhöhle sehr nah an der Zahnreihe liegen. Hier wird bei einem Sinuslift der Kieferhöhlenboden vorsichtig angehoben und mit Knochenersatzmaterial +/- Eigenknochen aufgefüllt. Dadurch soll wieder genügend Höhe für ein Implantat entstehen. 

2 Verfahren stehen für diesen Zweck zur Auswahl:

a) Externer Sinuslift ( auch: offener oder direkter Sinuslift)

Indikation:

  • Bei stark reduziertem Knochenangebot im Seitzahnbereich des Oberkiefers.
  • Notwendig, wenn weniger als 4 mm Knochensubstanz vorhanden sind.

Verfahren:

  • Ein Zugang zur Kieferhöhle wird seitlich durch die Kieferhöhlenwand geschaffen.
  • Die Schleimhaut der Kieferhöhle (Sinusmembran) wird vorsichtig angehoben.
  • Der entstandene Hohlraum wird mit Knochenersatzmaterial gefüllt.
  • Gegebenenfalls erfolgt zeitgleich die Implantation oder zu einem späteren Zeitpunkt nach ausreichender Knochenheilung (6-10 Monate).

b) Interner Sinuslift (transalveolärer Sinuslift)

Indikation:

  • Bei moderat reduziertem Knochenangebot im Seitenzahnbereich des Oberkiefers.
  • Anwendbar, wenn 5-7 mm Knochensubstanz vorhanden sind.

Verfahren: 

  • Der Zugang erfolgt über das Implantationsloch.
  • Die letzte knöcherne Lamelle des Sinusbodens wird mit entsprechenden Instrumenten durch Klopfen angehoben.
  • Dabei kann auch der Knochen um das spätere Implantat kondensiert (verdichtet) werden.
  • Die Kieferhöhlenschleimhaut über dem Bohrloch wird sanft angehoben.
  • Manchmal wird Knochenersatzmaterial in den entstandenen Hohlraum eingebracht
  • Das Implantat wird in der Regel sofort gesetzt

Sollte in manchen Spezialfällen ein Knochenaufbau größeren Ausmaßes erforderlich sein, veranlassen wir nach entsprechender Aufklärung und bei Wunsch des Patienten eine Überweisung an eine spezialisierte klinische Abteilung eines Krankenhauses. 

Wie läuft der Knochenaufbau in unserer Ordination in Hollabrunn ab?

Nach einer ausführlichen Befunderhebung und Planung mittels 3D-Bildgebung wird die Art des erforderlichen Knochenaufbaus bestimmt und mit den Patienten besprochen.

Eine Socket preservation wird in derselben Sitzung gleich im Anschluss an die Zahnextraktion schmerzlos unter örtlicher Betäubung durchgeführt.

Sollte ein Sinuslift (extern oder intern) notwendig sein, findet dieser in der Regel erst einige Monate nach der Entfernung des destruierten Zahnes statt. Die OP wird ebenfalls unter lokaler Betäubung durchgeführt – ambulant, in ruhiger Praxisatmosphäre.

Während der Knochenaufbau im Zuge des externen Sinuslifts meist einige Monate einheilen muss, bevor die Implantate stabil inseriert werden können, findet der interne Sinuslift zeitgleich mit dem Setzen des Implantates statt.

Erfolgschancen und Haltbarkeit

Ein professionell durchgeführter Knochenaufbau bietet sehr gute Langzeiterfolge. Der neue Knochen wächst in den meisten Fällen gut ein und kann das Implantat sicher und stabil aufnehmen. Entscheidend für den Erfolg sind neben der chirurgischen Erfahrung auch die Nachsorge, der allgemeine Gesundheitszustand sowie die Lebensgewohnheiten des Patienten, einschließlich einer guten Mundhygiene.

DDr. Österreicher bringt nicht nur langjährige chirurgische Expertise mit, sondern auch ein feines Gespür für Ästhetik und prothetische Funktion – zwei Faktoren, die gerade bei Implantatversorgungen Hand in Hand gehen müssen.

Ihre Vorteile beim Knochenaufbau bei DDr. Österreicher

  • Individuelle Beratung & 3D-Diagnostik direkt in der Praxis
  • Schonende Techniken & moderne Materialien
  • Empathische, schmerzfreie Behandlung unter Lokalanästhesie in entspannter Atmosphäre
  • Langjährige Erfahrung als Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgin im Bereich der  Implantologie

Im Rahmen der Gemeinschaftsordination in Hollabrunn profitieren Sie zudem von einer interdisziplinären Zusammenarbeit der Fächer Chirurgie, Prothetik  und Kieferorthopädie – für komplexe Fälle ein echter Mehrwert.

Jetzt Termin zur individuellen Beratung in Hollabrunn vereinbaren

Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten eines Knochenaufbaus oder einer Implantatversorgung erfahren möchten, sind Sie bei DDr. Pamela Österreicher in den besten Händen. Mit Erfahrung, Einfühlungsvermögen und chirurgischer Kompetenz schafft sie ideale Voraussetzungen für Ihren festen Biss und ein ästhetisches Lächeln.